Thema: Business | Datum: 29.11.2018

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TARGOBANK für Business Continuity Management zertifiziert

Die Vorgaben für das Risikomanagement der Banken in Europa steigen stetig. Die TARGOBANK wird den Anforderungen in vorbildlichem Maße gerecht: Nach der erfolgreichen Abnahme des AMA Risikomanagementsystems ist auch das Business Continuity Management der Bank nach ISO-Standard zertifiziert.

Tim Wolters und Simone Humpert freuen sich über die Zertifizierung

Durch ein effektives Business Continuity Management (BCM) stellen Unternehmen sicher, dass sie im Notfall weiter funktionieren und schnell wieder in den Normalbetrieb übergehen können. Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit (DQS CFS GmbH) prüft und zertifiziert die entsprechenden Prozesse und Systeme nach dem internationalen Standard ISO 22301 (Sicherheit und Schutz des Gemeinwesens – Business Continuity Management System). Mit der jetzt erhaltenen Zertifizierung bewegt sich die TARGOBANK in einem exklusiven Kreis: Sie erhält das Gütesiegel als erste Privatkundenbank und als zweite Bank in Deutschland überhaupt. „Das zeigt, dass wir mit unseren Maßnahmen im Branchenvergleich Standards setzen“, so Tim Wolters, Abteilungsleiter TRS Sicherheit & Business Continuity. „Dass dieses Projekt innerhalb von nur 12 Monaten erfolgreich umgesetzt werden konnte, zeigt die Bereitschaft und Leistungsfähigkeit unserer Kollegen und des Unternehmens.“

Business Continuity als ganzheitliches System

Punkten konnte die Bank unter anderem mit ihrem ganzheitlichen Ansatz: „Beim Thema Business Continuity Management geht es bei vielen Unternehmen hauptsächlich um Maßnahmen rund um den Ausfall eines Gebäudes – etwa aufgrund eines Stromausfalls“, erläutert Tim Wolters. „Wir betrachten das Thema mittlerweile umfassender: Auch Personal-, Dienstleister- und Systemausfälle sind mögliche Auslöser einer Betriebsunterbrechung und müssen dementsprechend in die Betrachtung einbezogen werden.“ In umfangreichen Analysen im Rahmen eines groß angelegten Projekts wurden über 200 Prozesse identifiziert und bewertet. „Rund 400 Kollegen aus verschiedenen Bereichen haben uns dabei tatkräftig unterstützt“, erklärt Simone Humpert, Business Continuity Manager. „So konnten wir insgesamt 160 Prozesse und rund 300 Anwendungen ermitteln, die für den Betrieb der Bank essentiell sind. Diese formen die Grundlage für die Business Continuity Planung.“

Aufgaben des Business Continuity Managements

Analyse der:
– Aktivitäten,
– Prozesse,
– Dienstleister,
– Systeme,
– Lieferkette,
– sonstigen Regulatoren und Stakeholder

hinsichtlich ihrer Kritikalität sowie deren potenzielle Auswirkungen oder Beeinträchtigungen während einer Betriebsunterbrechung.

Aus diesen Daten werden die Prioritäten für den Wiederherstellungsprozess und die Rückkehr zum Normalbetrieb erstellt.

Prozesse und ein effizientes BCM-System als Erfolgsfaktoren

Für ein effektives Business Continuity Management ist es vor allem wichtig, für alle möglichen Störungen im Betriebsablauf auf entsprechende Maßnahmen und Notfallpläne und zurückgreifen zu können. Deshalb hat das Team im Rahmen der BCM-Neuausrichtung zum Beispiel neue Übungen konzipiert und durchgeführt, damit Notfallteams in den Liegenschaften der TARGOBANK optimal auf außerordentliche Situationen vorbereitet sind. Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die systemische Unterstützung durch die ebenfalls neu eingeführte Anwendung C2 „Continuity 2“. Hier werden alle BCM-Pläne und -Dokumentationen an einer zentralen Stelle gepflegt. Zudem bietet das Tool vielfältige Möglichkeiten, Reports und Analysen zu ziehen und das Business Continuity Management einem internationalen Standard gemäß übersichtlich darzustellen. „Wir sind also sehr gut aufgestellt, was sich auch im Prüfungsergebnis widerspiegelt, bei dem keine Abweichungen vom Standard festgestellt wurden“, resümiert Tim Wolters. „Das sind optimale Voraussetzungen für uns, um unser Business Continuity Management in den kommenden Jahren den vermutlich weiter wachsenden Anforderungen anzupassen.“

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