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Wundertaler hilft jungen Frauen in Not

In der Nähe des Düsseldorfer Hauptbahnhofs gibt es das TrebeCafé der Diakonie Düsseldorf. Es ist eine zentrale Anlaufstelle für zumeist wohnungslose junge Frauen. Auch in diesem Jahr unterstützte der Mitarbeiterverein der TARGOBANK – Wundertaler e.V. – das Projekt mit einer Spende von 2.000 Euro.

Seit 1996 hilft das Düsseldorfer TrebeCafé jungen Frauen, die sich in unsicheren Lebenssituationen befinden: Sie kommen in ihren Familien nicht mehr zurecht, werden vernachlässigt, erleben dort Gewalt und Demütigung. Um dem zu entkommen, entscheiden sie sich für ein Leben ohne sicheren Wohnort. Häufig kommen sie dann wechselnd für kurze Zeit bei Freunden, Bekannten oder Fremden unter. Sie sind nicht obdachlos, aber ohne eigene Wohnung, eigenen Raum. Schule und Ausbildung sind dann für sie oft auch kein Thema mehr.

Wie viele junge Frauen in Düsseldorf so leben, lässt sich nur schwer schätzen. Laut einer Erhebung des Deutschen Jugendinstituts von 2017 betrifft es ungefähr 37.000 junge Menschen in Deutschland. Maria Peixoto, Leiterin des TrebeCafés, nennt das aufgrund der Art der Erhebung „eine Hausnummer, nur zur groben Orientierung“. Andere Zahlen gibt es nicht. „Diese Frauen und ihr Leben sind oft unsichtbar“, erklärt Maria Peixoto. „Das ist Teil des Problems. Früher kamen zu uns vor allem Frauen, die ein von harter Drogensucht und Beschaffungs-Prostitution bestimmtes Leben führten. Diesen Besucherinnen sah man das auch körperlich an. Die heutigen Klientinnen, die sich oft tagsüber in Gruppen von Jugendlichen auf Straßen und Plätzen aufhalten, fallen dagegen gar nicht auf.“

 

 

Offene Tür an der Kölner Straße

In der Nähe des Düsseldorfer Hauptbahnhofs finden die jungen Frauen bei der Diakonie Hilfe. An sieben Tagen die Woche hat hier das in einem ehemaligen Wohnheim der Bundespost an der Kölner Straße beheimatete TrebeCafé seine Türen für sie geöffnet. „Viele Frauen, die hier hinkommen, stehen unter Dauer-Stress“, erklärt Maria Peixoto. „Die ständige Cortisol-Ausschüttung zerstört ihr Gehirn. Es ist grundlegend, dass sich die Frauen entspannen können. Erst dann können sie ihr Leben in neue, andere Bahnen lenken.“ Deswegen sind das Angebot des TrebeCafés und die Arbeit der Mitarbeiterinnen dort darauf ausgerichtet, dass nach Möglichkeit bestehender Stress abgebaut wird und kein neuer entsteht: jeden Tag geöffnet, männerfreier Raum, entspannte Atmosphäre, gratis Verpflegung und Kleidung, Gesprächsangebote, aber kein Beratungs-Zwang. Der größte Teil dieses Angebots, auch des Streetwork und der Präventionsarbeit mit Mädchengruppen, ist dabei auf Spenden angewiesen. Auch das Massageangebot. „Das ist kein Luxus, sondern für die Frauen oft die erste Chance, ein positives Körpergefühl zu erfahren. Zu erleben, dass Berührungen auch angenehm sein können und dass sie selber steuern können, wie weit dabei gegangen wird. Das ist eine völlig neue Erfahrung für die Frauen, dass Berührungen nicht übergriffig sind“, stellt die Leiterin der Einrichtung klar.

 

Intensive Beratung und Betreuung wird immer wichtiger. Ein Trend, der durch die veränderten Bedingungen der Pandemie verstärkt wurde: Die neun Sozialarbeiterinnen haben so viel zu tun wie nie. „Aufgrund unseres Konzepts ohne feste Beratungszeiten, sind unsere Kapazitätsgrenzen für die Frauen jedoch nicht spürbar. Das soll auch so sein, wir sind immer für sie da“, erklärt Maria Peixoto. Aber um die Klientinnen weiter gut begleiten und beraten zu können, braucht das Café dringend Spenden. Das ist gut angelegtes Geld, denn die vergangenen 25 Jahre zeigen, dass über die Hälfte der jungen Frauen, die hier Hilfe gefunden haben, wieder in ein geordneteres und sichereres Leben gefunden hat.

Pandemie hat die Situation verschärft

„Für das TrebeCafé sind wir dringend auf Spenden angewiesen“, sagt Tina Dietrich vom Spenderservice der Diakonie Düsseldorf. „Durch die Pandemie sind in diesem Jahr einige regelmäßige und starke Spender*innen ungewollt ausgefallen, was den Mitarbeiterinnen dort gerade durch den veränderten Bedarf richtig weh tut!“. Umso erfreulicher war es, dass Wundertaler e.V. das TrebeCafé in der letzten Spendenrunde mit 2.000€ unterstützt hat. Das Schöne daran: Der Betrag setzte sich aus den Cent-Beträgen hinter dem Komma der Gehälter eines jeden Mitglieds zusammen. Anschließend wurde der Betrag von der TARGOBANK verdoppelt. „Jeder Betrag hilft, den jungen Frauen, eine Chance auf ein Leben ohne Gewalt und Missbrauch zu geben“, sagt Tina Dietrich

Sie wollen nicht nur spenden, sondern sich langfristig engagieren? Der Freundeskreis TrebeCafé Düsseldorf e. V. bietet hierfür Gelegenheit. Der wurde von ehrenamtlichen Helferinnen gegründet, um die Arbeit der Einrichtung langfristig ideell und finanziell zu unterstützen. Wer Mitglied werden oder sich aktiv beteiligen möchte, findet alle nötigen Informationen auf der Webseite des Vereins: www.freundeskreis-trebecafe.de

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