
TARGOBANK Stiftung startet neue Förderrunde
Schutz von Gewässern und marinen Ökosystemen
Die Antragsphase für die neue Förderrunde der TARGOBANK Stiftung hat begonnen. Mit Deborah Werheit, Koordinatorin der TARGOBANK Stiftung, haben wir darüber gesprochen, warum dieses Thema für die aktuelle Förderrunde ausgewählt wurde und wie Mitarbeitende sich einbringen können.

Diesen Monat ruft die TARGOBANK Stiftung ihre dritte Förderrunde aus. Wie kommt es, dass die Stiftung jedes Jahr einen neuen Schwerpunkt setzt?
Unsere Stiftung hat einen sehr breiten Stiftungszweck. Das Konzept der Förderrunden passt sehr gut zu uns, weil es uns die Möglichkeit gibt, gezielt Schwerpunkte zu setzen und auf aktuelle Debatten und akute Krisen zu reagieren. Außerdem können wir auf diese Weise immer wieder neue Projekte unterstützen und verschiedenen gemeinnützige Einrichtungen die Gelegenheit geben, sich um Fördermittel zu bewerben. Die Idee, jedes Jahr eine Förderrunde zu einem festgelegten Thema öffentlich auszurufen, kam ursprünglich von der Stiftung unseres Mutterkonzerns – der Fondation Crédit Mutuel Alliance Fédérale –, die das Konzept ähnlich und sehr erfolgreich umsetzt. Mittlerweile hat sich das Vorgehen auch für uns bewährt.
Das Thema lautet in diesem Jahr „Schutz von Gewässern und marinen Ökosystemen“. Warum hat die TARGOBANK Stiftung dieses Thema ausgewählt?
Wir haben uns zunächst angeschaut, in welchen Themenfeldern ein großer Bedarf besteht, in denen wir als Stiftung noch nicht so viele Projekte unterstützen. Dabei sind wir darauf aufmerksam geworden, dass der Zustand der Gewässer in Deutschland besorgniserregend ist. Im Rahmen unserer Förderrunde Biodiversität haben wir zwar schon Projekte zur Wiedervernässung von Mooren unterstützt, aber ansonsten spielten Gewässer und Meere bisher in unserer Stiftungsarbeit noch keine große Rolle. Das möchten wir jetzt ändern und einen Beitrag zum Schutz dieser Ökosysteme leisten. Außerdem ist der Schutz von Meeren, Seen und anderen Gewässern nicht nur ökologisch relevant, sondern hat auch Effekte für Wirtschaft, Infrastruktur und Gesundheit.
Kannst du das genauer erläutern?
Klar. Feuchtgebiete können zum Beispiel als natürliche Hochwasserbremse einen Beitrag zum Schutz vor Überschwemmungskatastrophen leisten und damit unsere Infrastruktur schützen. Und wir unterschätzen oft, dass „gesunde Natur“ auch positive wirtschaftliche Effekte haben kann, weil zum Beispiel die Kosten für Wasseraufbereitung oder Hochwasserschäden gesenkt werden, wenn wir in einen guten ökologischen Zustand von Gewässern investieren. Außerdem erhöht der Zugang zu sauberen Gewässern die Lebensqualität und ist gesundheitsförderlich. Das Thema hat also auch ganz unmittelbar mit uns Menschen etwas zu tun.
Welche Projekte können denn im Rahmen dieser Förderrunde unterstützt werden? Und wer kann einen Förderantrag einreichen?
Gefördert werden können zum Beispiel Projekte zur Bewahrung von Feuchtgebieten, zur Verringerung von Verschmutzung durch Plastik oder Chemikalien oder auch Projekte zur Pflege und Renaturierung von „blauer Infrastruktur“ in städtischen Gebieten. Wichtig ist dabei, dass wir uns auf Projekte in Deutschland konzentrieren und die antragstellenden Organisationen gemeinnützig sein müssen.
Jetzt Förderantrag einreichen!
Gemeinnützige Organisationen können bis zum 31. Juli 2026 Unterstützung für ihr Projekt beantragen. Die Förderkriterien und das entsprechende Antragsformular sind auf der Stiftungswebsite zu finden.
Lass uns zum Abschluss noch einmal auf die letzte Förderrunde zurückblicken. Im Jahr 2025 widmete sich die Stiftung dem Thema „Planetary Health – Natur, Mensch und Gesundheit“. Was waren die Ergebnisse dieser bereits abgeschlossenen Förderrunde?
Mit unserer letzten Förderrunde haben wir offenbar einen Nerv getroffen, denn wir haben mehr als dreimal so viele Förderanträge erhalten wie im Jahr davor. Insgesamt gingen 187 Förderanträge aus 15 Bundesländern ein. Schlussendlich haben die Jury und der Stiftungsvorstand 13 Projekte ausgewählt, die mit insgesamt rund 489.000 Euro unterstützt werden. Diese Projekte sind mittlerweile erfolgreich angelaufen und wir verfolgen deren Projektverlauf natürlich interessiert. Neben dem Stiftungsteam waren in der Jury auch eine externe Expertin und zwei Mitarbeitende aus unterschiedlichen Bereichen der TARGOBANK vertreten, die sich zuvor um die Teilnahme beworben hatten. Dieses Vorgehen hat sich für uns bewährt. Deshalb haben auch in diesem Jahr wieder Mitarbeitende unserer Bank die Gelegenheit in unserer Jury mitzuwirken.
Vielen Dank für die Einblicke!
Jetzt als Jury-Mitglied bewerben!
Sie interessieren sich für das Thema „Schutz von Gewässern und marinen Ökosystemen“ und kennen sich damit aus? Sie möchten sich aktiv in die Stiftungsarbeit einbringen? Dann bewerben Sie sich bis zum 30. Juni 2026 per E-Mail an als Mitglied für die diesjährige Jury. Bitte schildern Sie in Ihrer E-Mail kurz, aus welchem Bereich der TARGOBANK Sie kommen und welche Qualifikation Sie für die Arbeit in der Jury mitbringen.


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