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Gold als Baustein für die Kapitalanlage hat sich auch am deutschen Markt etabliert. Dabei kann das Edelmetall eine Säule sein, um das Wertpapier-Portfolio breiter aufzustellen und teilweise gegen Marktrisiken abzusichern.

Gold als Kapitalanlage wird immer beliebter – das ist gerade in Krisenzeiten der Fall. „Gold erfüllt wesentliche Voraussetzungen für eine solide Kapitalanlage, es ist zum Beispiel werthaltig und hat einen transparenten Preis“, erklärt Manuel Wegmann, Investmentexperte der TARGOBANK. Wie bei jedem Investment gilt es aber auch bei der Anlage in Gold verschiedene Faktoren zu beachten. Für interessierte Anleger haben wir hier ein paar Tipps zur Orientierung zusammengestellt.

Was Sie als Anleger beachten sollten
  1. 1. Informieren Sie sich über die Preisentwicklung

    Wer sich für das Edelmetall entscheidet, sollte sich zunächst einmal über die aktuelle Wertentwicklung informieren. Zunächst einmal gilt: Je höher das aktuelle Zinsniveau ist, desto schlechter können die Aussichten für den Goldpreis sein. Ein Grund hierfür ist, dass in Zeiten hoher Zinsen Anleger eher dazu neigen, in verzinste Anlageformen zu investieren. Schließlich wirft das Edelmetall keine Zinsen ab. Umgekehrt gilt: Niedrige Zinsen können ein Indiz für einen steigenden Goldpreis sein, da verzinste Anlagen dann weniger attraktiv erscheinen.

  2. 2. Betrachten Sie die Entwicklung der Aktienkurse und des EUR/USD-Wechselkurses

    Der Goldpreis stand in der Vergangenheit oftmals in enger Verbindung mit den Aktienkursen. „Sanken die Kurse, stieg in aller Regel der Goldpreis und umgekehrt“, sagt Otmar Lang, Chefvolkswirt der TARGOBANK.

    Da das Gold an den internationalen Börsen in US-Dollar gehandelt wird, ist auch der Währungskurs des Dollars für den Goldpreis relevant. Ein schwacher Dollar kann den Goldpreis nach oben treiben, ein starker Dollar den Wert des Edelmetalls drücken. Die Umrechnung des Goldpreises in Euro ist jedoch zu beachten.

    Unabhängig von beschriebenen Einflussfaktoren darf die Attraktivität von Gold als Absicherung gegen Krisen nicht unterschätzt werden. So kann nach einer jahrelangen Aktienmarktrallye eine Beimischung von Gold im Portfolio nicht schaden.

  3. 3. Goldbarren oder Wertpapiere - welche Anlageform soll´s sein?

    Wer sich für ein Goldinvestment entscheidet, hat mehrere Möglichkeiten: Man kann entweder Münzen oder Barren kaufen – das Gold also physisch erwerben – oder in entsprechende Wertpapiere, die den Goldpreis abbilden, investieren. Letztere werden üblicherweise an einer Börse gehandelt. Bei physischen Anlagen sollte die sichere Lagerung des Edelmetalls berücksichtigt werden, Wertpapiere werden dagegen in einem Depot verbucht. Oftmals sind diese mit einem physischen Goldbestand besichert. Auch ein Tausch des Wertpapiers gegen einen entsprechenden Anteil des Goldes ist bei einigen Anlageformen möglich.

    Edelmetallfonds existieren in zahlreichen Varianten. Die Fonds investieren vornehmlich in Rohstoffunternehmen, wie zum Beispiel Goldminen, Silberabbaufirmen oder Kupferwerke und hoffen dabei auf eine positive Entwicklung der Unternehmen. Steigen die Edelmetallpreise, steigen i.d.R. die Gewinne der Rohstoffunternehmen und somit auch der Wert der dort investierten Fonds. Der Handel mit Goldaktien wird ausschließlich Profis empfohlen. Denn Aktien von Rohstoff produzierenden Unternehmen können massiven Schwankungen ausgesetzt sein und bergen in erster Linie unternehmerische Risiken.

    Die Anlage in Barren und Münzen gilt als relativ sicher, wirft aber im Gegensatz zu bestimmten Wertpapieren keine Zinsen ab. Deswegen wird Gold in der Regel als langfristige Anlage empfohlen, denn etwaige Gewinne ergeben sich ausschließlich aus einem steigenden Goldpreis. Den Preis für Barren kann man schnell mit Hilfe von Vergleichsportalen wie gold.de herausfinden. Der Kunde hat dabei die Möglichkeit, die Goldbarren im Internet oder in der Filiale eines Großhändlers wie etwa Degussa oder pro aurum zu erwerben.

    Grundsätzlich bleibt aber zu beachten: Der Goldpreis ist volatil und es besteht immer das Risiko von Verlusten. Da Goldanlagen spekulativ sind, erwirtschaften sie in der Regel keine Zinsen oder Dividenden. Letztlich besteht auch immer ein Währungsrisiko, da der Goldpreis an den Dollar gekoppelt wird.

Auch bei der TARGOBANK kann man an der Entwicklung des Goldpreises teilhaben. So bietet die Bank unter anderem seit August 2020 ihren Kunden als eines von nur wenigen Finanzinstituten in Deutschland an, physisches Gold zu erwerben und bequem im Depot zu verbuchen. „Das hat für unsere Kunden gleich mehrere Vorteile“, sagt Investmentexperte Manuel Wegmann. „Der Sachwertbesitz wird in der Vermögensaufstellung hinterlegt und ist somit als Bestandteil der Vermögensübersicht transparent und übersichtlich dargestellt. Die eingelagerten Warenbestände sind gleichzeitig real vorhanden, sicher gelagert und können auf Wunsch dem Kunden auch kostenpflichtig nach Hause geliefert werden. Käufe und Verkäufe lassen sich so einfach durchführen, wie es ansonsten nur bei Wertpapieren bekannt ist.“ Mehr Informationen zur Investition in physisches Gold gibt es auf der TARGOBANK Webseite.