Thema: Finanztipps | Datum: 13.06.2024

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Finanztipps aus der Vermögensberatung

Worauf kommt es bei der Geldanlage an? Wie kann man langfristig sinnvoll investieren? Unsere Vermögensberater*innen geben regelmäßig Geldanlage- und Investmenttipps.

Orientierung für die Altersvorsorge

Claudia Fäßlin, Vermögensberaterin bei der TARGOBANK in München

Millionen Deutsche müssen im Alter mit Einschränkungen rechnen. So könnte bis 2036 laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung jede/r fünfte Neurentner*in in Deutschland armutsgefährdet sein, was bedeutet, dass sie mit weniger als 60% des mittleren Einkommens der Bevölkerung auskommen müssen. Wir geben Tipps, um für diese Zeit gerüstet zu sein.

Dass der demografische Wandel unter anderem zu einem sinkenden Niveau der gesetzlichen Rente führt, die es vielen Versicherten nicht mehr erlaubt, ihren Lebensstandard beizubehalten, ist keine neue Erkenntnis. Ebenso hat sich herumgesprochen, dass man privat vorsorgen sollte. Trotzdem bleiben viele zögerlich bei diesem wichtigen Thema. Grund dafür ist oft das Gefühl von Unübersichtlichkeit und Überforderung. Vermisst werden klare Orientierungspunkte für die Altersvorsorge.

Ohne Beratung geht es nicht

Rentenbeitragszeiten, Lebensversicherungen, Betriebsrenten, Investmentfonds, staatliche Zuschüsse für die private Altersvorsorge: Die Altersvorsorge zu planen, erscheint vielen noch schwieriger und komplizierter als die Steuererklärung, für die man ja eine Steuerberatung hinzuziehen kann.

Eine gute Anlaufstelle sind da zum Beispiel die Finanz- und Vorsorgespezialist*innen in den TARGOBANK Filialen. In Zusammenarbeit mit den Kundinnen und Kunden analysieren sie die aktuelle finanzielle Situation sowie die individuellen Wünsche und Vorsorgeziele. So entsteht ein Gesamtbild, das zeigt, wo etwaige Versorgungslücken liegen und was dagegen getan werden kann.

Schließlich will man ja auch mit 80, 90 oder 95 Jahren – ein Alter, das immer mehr Menschen in Deutschland erreichen – aktiv am Leben teilhaben können. Gesundheit ist nicht die einzige Voraussetzung für eine hohe Lebensqualität. Um sich ein schönes Zuhause, Reisen, den Besuch von Restaurants und kulturellen Events leisten zu können, ist neben der gesetzlichen Rente in der Regel auch ein zweites, gegebenenfalls sogar ein weiteres finanzielles Standbein wichtig.

Betriebsrente, Riester- und Basis-Rente

Die Betriebsrente ist ein wichtiger Teil der Altersvorsorge vieler Menschen in Deutschland. Reformen wie das Betriebsrentenstärkungsgesetz tragen dazu bei, dass immer mehr Menschen Zugang zu einer Betriebsrente haben. Dennoch ist die Absicherung der arbeitenden Bevölkerung noch nicht flächendeckend gewährleistet. Die Basisrente (auch unter Rürup-Rente bekannt) und die Riester-Rente sind weitere Möglichkeiten der Altersvorsorge, die staatlich gefördert werden.

Private Rentenversicherungen

Neben klassischen Lebensversicherungen bieten private Rentenversicherungen eine attraktive Möglichkeit, die gesetzliche Rente aufzubessern. Vorsorge-Produkte wie die Investment-Rente der TARGOBANK, die darauf abzielen, Renditechancen der Aktienmärkte zu nutzen, sind gerade für jüngere Arbeitnehmer*innen besonders interessant. Wenn man flexibel bei den Einzahlungen, aber auch beim Auszahlungszeitpunkt bleiben möchte, ist die Privat-Rente Komfort eine gute Empfehlung. Diese gibt es übrigens sogar für die Kleinsten: als Privat-Rente Komfort für Kids. Diese kann individuell angepasst werden.

Um die Renditechance vom DAX-Index oder Aktien Weltweit Index und die Flexibilität der Ein- und Auszahlung zu kombinieren, steht die Privat-Rente Index Flex zur Wahl. Wer Vermögen aufbauen und gleichzeitig die Liebsten absichern möchte, für den- oder diejenige könnte die Flex Leben interessant sein.

Grundsicherung – Vorsorge ist wichtig!

Wer möglicherweise auf Grundsicherung angewiesen ist, sollte bedenken, dass diese nur die Rentenlücke füllt und erst nach dem Einsatz von Ersparnissen greift. Geld aus freiwilliger Rentenversicherung wird nicht auf die Grundsicherung angerechnet.

Vorsorge für die Zukunft

Es spricht also viel dafür, sich bereits in den Jahrzehnten vor dem Renteneintritt mit seinem verfügbaren Einkommen einen finanziellen Puffer zu schaffen. So kann man die Frage, ob man im Ruhestand noch einem Nebenjob nachgehen möchte, sehr viel gelassener angehen. Eben nicht aus der Notwendigkeit heraus, den Lebensstandard zu sichern, sondern als freie Entscheidung, um geistig und körperlich beweglich zu bleiben.

Apropos Puffer: Ganz gleich wie sich Betriebsrenten, Lebensversicherungen, Fondsanteile, Zinserträge oder staatliche Zulagen im Einzelnen entwickeln – jede Vorsorge beginnt mit der Bereitschaft, regelmäßig einen bestimmten Betrag seiner Einkünfte „auf die hohe Kante“ zu legen, also nicht für den Konsum, sondern für die Zukunft aufzuwenden. Eine Vorsorge, die man tatsächlich in Angriff nimmt, ist auch mit relativ geringen Erträgen immer noch besser als der komplette Verzicht auf private Vorsorge.

Finanztipps: Archiv

Geldanlage startet bereits in der Kindheit, denn: Wie führen wir unsere Kinder an den Umgang mit Geld heran?

Euro und Cent, Münzen und Scheine, Kredit- und Debitkarte: Womit Erwachsene täglich zu tun haben, ist für Kinder zunächst einmal gar nichts Selbstverständliches. Wie lernt man eigentlich, mit Geld umzugehen? Sicher nur, wenn man selbst welches in die Hand nehmen darf. Deshalb gibt es das Taschengeld. Es hat gleich zwei wichtige Funktionen: Es gibt Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, in einem begrenzten Umfang Dinge nach dem persönlichen Geschmack zu kaufen, ohne zuvor die Eltern fragen zu müssen. Vor allem aber ist es die Basis für die ersten eigenen Erfahrungen mit Geld: Wie viel kostet etwas? Wie viel habe ich zur Verfügung? Wie viel bin ich bereit, für etwas auszugeben?

Zum Umgang mit Geld gehört zu erkennen, dass nicht alles „verjubelt“ werden muss. Denn geht es um größere Wünsche, die nicht einfach vom laufenden Taschengeld finanziert werden können und auch nicht als Geschenk von Eltern und Verwandten in Aussicht stehen, hilft nur eins: sparen!

Zinssätze für Kinderkonten häufig attraktiver

Sparen hat Tradition in Deutschland. Übliche Utensilien für den Alltag sind das Sparschwein und die Sparbüchse. Haben sich die Sammelbehälter gefüllt, geht es damit zur Bank, um den klappernden Inhalt auf dem Sparkonto einzuzahlen. Inzwischen gibt es auch digitale Taschengeld-Apps, mit denen Kinder das bargeldlose Sparen im Alltag lernen können.

Einige Banken gestalten die Zinssätze für Kinderkonten bewusst attraktiver, als dies aus rein ökonomischer Sicht momentan angemessen wäre. Die TARGOBANK bietet zum Beispiel das Junior-Sparkonto – nicht zuletzt, um Kindern den Umgang mit Geld und den Wert des Sparens zu vermitteln. Lernen können sie das aber nur, wenn der Geldzuwachs durch Zinsen überhaupt spürbar ist. Deshalb gibt es hier natürlich auch keine Kontoführungsgebühren.

Immer an den Freistellungsauftrag denken

Dass Eltern den Kindern beim Ausgeben des Taschengelds freie Hand geben können, hängt damit zusammen, dass auch Minderjährige ab sieben Jahre „beschränkt geschäftsfähig“ sind, wie es die Juristen nennen. Auch für Ein- und Auszahlungen vom Sparbuch kann den Kindern ein Rahmen eingeräumt werden. Doch bei der Einrichtung eines Sparbuchs oder Kontos für Minderjährige geht grundsätzlich nichts ohne die Zustimmung der Eltern. Gleich bei der Kontoeröffnung sollte auch daran gedacht werden, einen Freistellungsauftrag einzurichten, damit ein Viertel des kleinen Zinsgewinns nicht gleich wieder automatisch als Abgeltungssteuer an den Fiskus fließt.

Übrigens können nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern beim Umgang mit Taschengeld etwas lernen: Taschengeld sollte stets pünktlich, unaufgefordert und nicht als Belohnung oder Strafe für ein bestimmtes Verhalten des Kindes gezahlt oder gestrichen werden. Auch bei der Höhe des Taschengelds sind viele Eltern unsicher. Grundsätzlich muss es der wirtschaftlichen Situation des Haushalts entsprechen. Wichtig ist natürlich auch, wie alt das Kind ist. Eine brauchbare Orientierung bietet die Taschengeld-Tabelle der Arbeits-Gemeinschaft Finanzen.

Geldanlage kann sich auch mit kleinsten Summen langfristig lohnen. Beispielsweise können sie in einen Investment-Sparplan investieren. Das ist zum Beispiel bei der TARGOBANK schon ab einem Betrag von 25 Euro pro Monat möglich. Man bleibt flexibel, da es für Investment-Sparpläne keine festen Laufzeiten gibt. Außerdem kann der Sparbetrag jederzeit erhöht, reduziert oder in knappen Zeiten auch mal ausgesetzt werden.

Und womöglich kommt auch eine feste Geldanlage in Frage: So erfreuen sich die so genannten ETFs – die Abkürzung steht für Exchange Traded Funds – als spezielle Form der Investmentfonds wachsender Beliebtheit. Sie bilden die Wertentwicklung eines Börsenindex wie des DAX exakt ab – gewinnt der DAX drei Prozent hinzu, gewinnt auch der ETF drei Prozent – und sind zudem auch günstig für die Anleger.

Beim Kauf und Verkauf von Fonds und ETFs bestehen wie bei allen Anlagen Risiken für Kapital und Ertrag. Die Anlage ist – anders als beispielsweise bei Tages- und Festgeldern – nicht garantiert. Schwankungen des Marktes können zu Kursverlusten bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen. Im Gegenzug bieten die Aktienmärkte größere Renditepotenziale. Entsprechend ist eine Beratung zu empfehlen – Vermögensberater stehen unter anderem in Filialen der Hausbank bereit.

Einen Überblick unserer Depots finden Sie hier: https://www.targobank.de/de/vermoegen/depot-modelle.html

Die Tage werden bereits spürbar länger – und in der Natur blüht und zwitschert es schon hier und da: Der Frühling steht in den Startlöchern! Traditionell eine Zeit zum Putzen und Aufräumen, denn so lebt es sich einfach besser und schöner. Das gilt aber nicht nur für Haus und Wohnung, es gibt auch gute Gründe für einen finanziellen Frühjahrsputz. Wir zeigen, wie’s geht!

Wissen ist Macht – auch bei der Planung der persönlichen Finanzen. Daher ist es wichtig, erst einmal alle Ausgaben transparent zu machen. Dabei hilft das „Digitale Haushaltsbuch“ in der TARGOBANK Banking-App. Die Digitalisierung ermöglicht es nämlich, viel Routinearbeit zu automatisieren. Dadurch spart man jede Menge Aufwand und Zeit. Der Schlüssel dazu ist eine automatische Kategorisierung der Ausgaben.

Zudem ist der Überblick über die persönlichen Kosten der erste Schritt, unnötige Ausgaben zu erkennen und zu vermeiden, auch wenn sie klein sind. Gegebenenfalls lassen sich hier Kredite zusammenlegen oder umschulden, um so die Zinslast insgesamt zu reduzieren. Werden mir auf dem Girokonto über einen längeren Zeitraum Dispo-Zinsen berechnet, lassen sich die Zinskosten durch einen Ratenkredit verringern.

Nachdem man sich den Überblick verschafft und erkannt hat, wofür man wie viel Geld ausgibt – und beginnt, Einsparpotenziale zu nutzen – bleibt womöglich etwas Geld übrig. Das sollte man aber weder als Bargeld horten, noch auf dem Girokonto anwachsen lassen. Denn an beiden Orten lässt sich der inflationsbedingte Kaufkraftverlust noch nicht einmal abdämpfen. Den vollen Inflationsausgleich erhält man zwar auch beim Parken auf Festgeld- oder Tageskonten nicht, aber hier wird die Einbuße zumindest verringert. Soll das übrig gebliebene Geld langfristig vermehrt werden, geht kein Weg an einer Anlage in Fonds oder ETF vorbei. Steht nach dem finanziellen Frühjahrsputz als Ergebnis fest, dass jeden Monat ein bestimmter Betrag verfügbar bleibt, kann es sinnvoll sein, einen Teil davon in einen langfristigen Investment-Sparplan zu investieren. Das ist bei der TARGOBANK schon ab 25 Euro möglich.

Das neue Jahr ist da – und wie gehabt bringt es die eine oder andere Neuerung mit sich. Da stellt sich sofort die Frage: Wie sieht es bei der Geldanlage aus? Nachdem die Europäische Zentralbank im vergangenen Jahr die Zinswende eingeleitet hat, lassen sich nun auch mit klassischen Einlagen wieder Zuwächse erzielen. Die Zinsanhebungen der Zentralbanken 2023 sollten ihren Höhepunkt erreicht haben und jetzt bietet sich die Chance für Anlegerinnen und Anleger, sich die guten Konditionen auch langfristig zu sichern. So bietet zum Beispiel die  auch für Festgeldanlagen länger als zwei Jahre attraktive Konditionen. Anlegerinnen und Anleger mit einer Vorliebe für kurzfristig verfügbare Anlagen sind auch mit einem Tagesgeld gut aufgestellt.

Weil durch die Zinsflaute in den vergangenen Jahren die Kapitalerträge bei vielen stark geschrumpft sind, fand die Information über die Anhebung des Sparerfreibetrags im Jahr 2023 für Ledige auf 1.000 Euro (zuvor 801 Euro) und für Verheiratete auf 2.000 Euro (zuvor 1.602 Euro) nur wenig Beachtung. Die erhöhten Freibeträge gelten auch 2024. Die darüber liegenden Erträge werden wie bisher pauschal mit 25 Prozent versteuert – gegebenenfalls zuzüglich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Sinnvoll ist es, früher erteilte Freistellungsaufträge an die neue Situation anzupassen – auch wenn man zu viel abgeführte Kapitalertragsteuer nach der Steuererklärung zurückerhält.

Führerschein, Ausbildung, eigene Wohnung – Kinder kosten Geld und je älter die Kinder, desto größer die Wünsche. Aber wie können Eltern, Großeltern und andere Verwandte sinnvoll für den Nachwuchs sparen?

Eltern haben natürlich in der ersten Zeit nach der Geburt sehr viele andere Dinge im Kopf. Da hat das Thema Finanzen nicht immer höchste Priorität. Und trotzdem: Das A und O ist es, so früh wie möglich mit dem Sparen zu beginnen.

Eine gute Idee für Eltern ist, einen Teil des Kindergeldes für die regelmäßige Geldanlage zu nutzen. Und wichtig ist auch, sich realistische Ziele zu setzen. Am Anfang einer guten Beratung stehen daher immer die Fragen: Wie viel Geld können sie monatlich fürs Sparen entbehren? Über welchen Zeithorizont sprechen wir?

Für kurzfristigere Anschaffungen wie ein Fahrrad, ein neues Bett oder den ersten Schulranzen ist ein Junior-Sparkonto geeignet. Wenn man seinen Kindern einen finanziellen Startschuss zur Volljährigkeit oder nach Schulabschluss ermöglichen möchte, bieten sich Investment-Sparpläne an. Dabei legen Sie typischerweise regelmäßig einen bestimmten Betrag in Aktien-, Renten oder Mischfonds an. Auch viele Exchange Traded Funds (ETFs) sind inzwischen sparplanfähig. Dafür kann man als Erwachsener zum Beispiel ein eigenes Depot eröffnen. Auch einige Versicherungsprodukte wie zum Beispiel die Investment-Rente von der TARGOBANK können eine sinnvolle Ergänzung sein. Diese sehr flexiblen Produkte können Kinder, sobald sie volljährig sind, auch selbst weiterführen.

Und noch ein letzter Tipp zum Schluss: Seien Sie kein Vogelstrauß. Einmal abschließen und dann den Kopf in den Sand stecken ist keine gute Strategie bei der Geldanlage.

Aktien und Fonds sind attraktive Geldanlagen. Um sie kaufen und besitzen zu können, benötigt man ein Wertpapierdepot. Doch was ist das eigentlich?

Für Wertpapiere braucht man eine Art „Lager“, wie die wörtliche Übersetzung von Depot lautet. Es dient nicht nur zum Kauf der Wertpapiere, es gibt stets auch einen Überblick darüber, welche Anlageprodukte man aktuell besitzt.

Das Wertpapierdepot existiert heute – wie auch die Wertpapiere selbst – in digitaler Form. Es ist vergleichbar mit einem Girokonto und dem dort verbuchten Geld. Und ähnlich wie bei einem Girokonto erlaubt es das Wertpapierdepot, den aktuellen Wert der darin enthaltenen Anlageprodukte abzulesen.

Um tatsächlich Wertpapiere kaufen oder verkaufen zu können, genügt das aber noch nicht: Dafür muss das Wertpapierdepot mit einem Verrechnungskonto gekoppelt sein, in der Regel mit einem Girokonto. Über dieses Verrechnungskonto wird der Kauf von Aktien und Fonds bezahlt, umgekehrt werden Verkaufserlöse hier gutgeschrieben.

Grundsätzlich gibt es zwei Wege, ein Wertpapierdepot zu eröffnen: Entweder bei einer Bank, mit der Möglichkeit, sich persönlich zu den Anlageprodukten beraten zu lassen – oder über das Internet bei einem sogenannten Online-Broker oder einer Direktbank. Hier sind die Möglichkeiten der Beratung allerdings limitiert.

Wie können Anlegerinnen und Anleger Renditen erzielen? Als Antwort werden häufig sogenannte „Exchange Traded Funds“ (ETFs) genannt. Für deren sinnvolle Nutzung sind weder größere Anlagesummen noch spezielle Börsen- oder Aktienkenntnisse vonnöten.

Aber was genau machen ETFs? Sie sind börsengehandelte Fonds, die die Wertpapierzusammensetzung eines bestimmten Aktienindexes – wie zum Beispiel des DAX – nachbilden. Ihr Wert entwickelt sich also parallel zu dem des entsprechenden Index und sorgen sofort für eine gewisse Streuung der Anlage. Wer über ETFs in viele verschiedene Wertpapiere und Anlageklassen investiert, kann Marktschwankungen besser ausgleichen und sein Verlustrisiko verringern. Außerdem werden ETFs im Gegensatz zu aktiv verwalteten Fonds ohne größere Aufschläge gehandelt, verursachen also in der Regel weniger Kosten. Und mit einem entsprechenden Sparplan können Sie mit kleinen Beträgen kontinuierlich ein kleines Vermögen aufbauen.

Das ist vor allem dann wichtig, wenn man sein Depot umschichten, also an die gewünschte Gewichtung und Strategie anpassen, möchte. Kein seltener Fall, da die Finanzmärkte ständig in Bewegung sind: ETFs sind da eine gute Möglichkeit, das Depot regelmäßig und kostengünstig zu justieren. Dabei sollten Anleger wissen, dass ETFs keine Garantie gegen Kursverluste darstellen. Und wer ausschließlich in ETFs investiert, muss sich darüber im Klaren sein, dass er keine höheren Gewinne als den Durchschnittswert des abgebildeten Indexes realisieren kann.

Ein nachhaltiges Leben zu führen, bezieht sich für viele nicht nur auf den Konsumbereich, sondern auch auf den Umgang mit den eigenen Ersparnissen. Nachhaltig investieren können Anleger*innen zum Beispiel, indem sie sich bewusst für Fonds entscheiden, die kontroverse Geschäftspraktiken sowie Branchen wie Waffen, Tabak, Alkohol und Kohle ausschließen. Eine Möglichkeit, regelmäßig Geld in „saubere“ Vermögensanlagen zu investieren, sind nachhaltige Fondssparpläne.

Laut einer Analyse der Ratingagentur „Scope“ Anfang 2023 konnten Anleger*innen aus Deutschland bereits aus über 6.000 als nachhaltig klassifizierten Fonds wählen, die zusammen rund 3,8 Billionen Euro verwalteten. Im Vergleich zu 2020 (Volumen nachhaltig ausgerichteter Fonds von rund 400 Milliarden Euro) ist das beinahe eine Verzehnfachung. Neben aktiven Investmentfonds können Anleger*innen auch in nachhaltige ETFs investieren, die Aktienindizes wie zum Beispiel den MSCI World Socially Responsible Index nachbilden.

Wichtig für Anleger*innen: Es ist nicht immer einfach zu erkennen, wie nachhaltig eine Geldanlage wirklich ist. Deshalb analysieren einige Ratingagenturen gezielt, ob Unternehmen, in die ein Fonds investiert, tatsächlich nachhaltig wirtschaften. Und: Beim Kauf und Verkauf von Fonds und ETFs bestehen wie bei allen Anlagen Risiken für Kapital und Ertrag. Die Anlage ist nicht garantiert. Schwankungen des Marktes können zu Kursverlusten bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen. Im Gegenzug bieten die Aktienmärkte größere Renditepotenziale.

Keine Anlageempfehlung, keine Beratung: Diese Information dient ausschließlich Informationszwecken und stellt weder eine individuelle Anlageempfehlung noch ein Angebot zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten dar. Diese Ausarbeitung allein ersetzt nicht eine individuelle anleger- und anlagegerechte Beratung.

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