Thema: Menschen | Datum: 12.12.2022

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Sprache öffnet Türen

Targobankerin unterrichtet ukrainische Geflüchtete

Die Menschen in der Ukraine, aber im Besonderen diejenigen, die vor dem Krieg geflüchtet sind, benötigen weiterhin unsere Unterstützung. Wie das gehen kann, zeigt Angelika Wagner: Sie gibt Deutschunterricht und hilft bei Umzügen und Behördengängen.

Schon viel zu viele Monate stemmen sich die Menschen in der Ukraine gegen den russischen Angriffskrieg. Und schon viel zu viele Monate warten viele Geflüchtete in Deutschland und anderen Ländern darauf, in ihre Heimat zurückkehren zu können. Sie in unserer Gesellschaft mit offenen Armen aufzunehmen, mit den notwendigsten Dingen des alltäglichen Lebens auszustatten und ihnen die Zeit bis zu ihrer möglichen Rückkehr so angenehm wie möglich zu gestalten, ist vielen von uns ein großes Anliegen. So auch Angelika Wagner, die seit Mai diesen Jahres Familien, die aufgrund des Krieges ihre Heimat verlassen mussten, Deutschunterricht erteilt.

Nur wer die Landessprache beherrscht, kann richtig ankommen

Zu Angelika Wagners liebsten Hobbys gehört das Reisen. Daher weiß sie, wie wichtig es ist, zumindest die Grundlagen der Landessprache zu beherrschen, um sich austauschen zu können, offen auf andere Menschen zuzugehen und sie und ihre Kultur kennenzulernen. „Damit die Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, richtig bei uns ankommen können, ist es unabdingbar, dass sie so schnell wie möglich unsere Sprache lernen“, ist sich Angelika Wagner sicher, „denn Sprache öffnet Türen und schafft Brücken.“

 

Bei ihren Reisen rund um die Welt ist es Angelika Wagner wichtig, sich mit den Menschen möglichst in ihrer Landessprache verständigen zu können.

 

Aus diesem Grund hat sie auch schon in den Jahren 2016 bis 2018 einer syrischen Familie Deutschunterricht gegeben. „Damals habe ich gemerkt, dass es für mich eine echte Bereicherung ist, unsere Sprache zu vermitteln und im Gegenzug die Menschen und ihre Kultur kennenzulernen“, erinnert sie sich. Der Spaß für ihre Schülerinnen und Schüler soll dabei auch nicht zu kurz kommen: „Neben dem Sprachunterricht ist es mir auch ein Anliegen, den Menschen Gastfreundschaft und Freude zu vermitteln, etwas Leichtigkeit in ihren Alltag zu bringen.“

Die syrische Familie ist inzwischen wieder in ihrem Heimatland. Als dann aber im Mai 2022 im Nachbardorf Freiwillige gesucht werden, um ukrainische Geflüchtete zu unterstützen, ist Angelika Wagner selbstverständlich wieder mit dabei.

Geteiltes Glück ist doppeltes Glück

Angelika Wagner, Bereich PULS (Projekte und Live-Systeme) / Operations

Im Gespräch mit der Targobankerin wird schnell klar, mit wie viel Freude und Leidenschaft sie gemeinsam mit ihren Schülerinnen und Schülern unsere Sprache entdeckt. Ob es um Vokabeln und Grammatik geht, die Unterschiede zwischen der geschriebenen und der gesprochenen Sprache oder auch einmal andere Einsätze wie Hilfe bei der Wohnungssuche oder Behördengängen oder der Besuch eines Ziegenhofes – sie erzählt voller Begeisterung von ihrem Engagement.

„Meine Hilfe habe ich angeboten, weil mich einerseits die Situation der Menschen sehr betroffen macht und ich andererseits unglaublich dankbar dafür bin, wie gut es mir geht“, erklärt Angelika Wagner. Sie schätze sich glücklich, in Deutschland zu leben und mit der TARGOBANK eine solide Arbeitgeberin zu haben, so dass sie sich auch während der Pandemie nie wirklich Sorgen machen musste oder Angst um ihren Arbeitsplatz hatte. „Dieses Glück versuche ich zu teilen.“ Apropos Pandemie und Arbeitgeberin: Dank der Homeoffice-Regelungen, die die Bank auch nach der Pandemie beibehalten hat, kann Angelika Wagner ihr Ehrenamt heute viel besser als bei ihrem ersten Einsatz in ihren Alltag integrieren. Als Pendlerin mit einer einfachen Wegstrecke von ca. einer Stunde spart sie so viel Zeit, dass sie den Unterricht nicht samstags, sondern an ihrem Homeofficetag am Montagnachmittag anbieten kann.

Zum Schluss ist ihr noch wichtig darauf hinzuweisen, dass das Schöne am Ehrenamt auch sei, wie viel es zurückgibt. „Ich wollte einfach nur helfen“, sagt Angelika Wagner. „Aber es hat sich gezeigt: Im Gegenzug habe ich selbst auch so viel bekommen: Das gute Gefühl, Menschen in einer schwierigen Situation zu helfen, Leichtigkeit und Freude zu vermitteln. Meine eigenen kleinen Sorgen treten in den Hintergrund, wenn wir beim Lernen laut lachen, weil ich wieder Vokabeln vortanze oder durch Pantomime oder mit kreativen Kritzeleien erkläre.“

 

Für Mitarbeitende der TARGOBANK

Angelika Wagner ist eine von vielen unserer Mitarbeitenden, die im Ehrenamt Menschen helfen, die vom Krieg in der Ukraine betroffen sind. Gehören Sie auch dazu? Dann würden wir uns freuen, wenn Sie uns per Kommentar unter diesem Beitrag wissen lassen würden, wie Ihr Einsatz aussieht.

Wenn Sie spenden möchten

Wenn Sie einen Beitrag zur Unterstützung der Menschen in der Ukraine leisten möchten, können Sie dies am besten über eine finanzielle Spende an eine Hilfsorganisation tun. Diese wissen, wo das Geld am dringendsten gebraucht wird. Spenden sammeln zum Beispiel

  • „Bündnis Entwicklung Hilft“ und „Aktion Deutschland Hilft“ rufen mit folgendem Konto gemeinsam zu Spenden auf: IBAN DE53 200 400 600 200 400 600
    Verwendungszweck: Nothilfe Ukraine
  • Ärzte der Welt e.V.: IBAN DE06 1203 0000 1004 3336 60
    Stichwort: Ukraine
  • UNO-Flüchtlingshilfe e.V.: IBAN DE78 3705 0198 0020 0088 50
    Verwendungszweck: Nothilfe Ukraine
  • SOS Kinderdörfer weltweit: IBAN DE22 4306 0967 2222 2000 00
    Verwendungszweck: Humanitäre Hilfe Ukraine
  • UNICEF: IBAN DE57 3702 0500 0000 3000 00
    Verwendungszweck: Ukraine
  • DRK e. V.: IBAN: DE63 3702 0500 0005 0233 07
    Verwendungszweck: Nothilfe Ukraine

 

 

Redaktion: Ulli Höbel

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