TARGOBANK Autostudie 2026: Was deutsche Autofahrerinnen und Autofahrer bewegt
- Verbrenner weiter hoch im Kurs, E-Autos erstmalig auf Platz 2 in der Beliebtheit
- Kraftstoffpreise werden bei der Wahl der Antriebsart wieder wichtiger
- E-Auto-Prämie trifft auf gemischtes Echo
- Autobank-Chef Markus Häring: „Finanzierer müssen im E-Auto-Markt verlässliche Restwerte, transparente Batteriebewertungen und attraktive Leasingmodelle bereitstellen.“
Düsseldorf, 25. März 2026 – Die TARGOBANK Autobank ist eine der führenden herstellerunabhängigen Autobanken in Deutschland. Seit 2016 beauftragt die in Düsseldorf ansässige TARGOBANK das Umfrageinstitut Forsa jährlich mit einer Autostudie, um die Bedürfnisse und Meinungen von Autofahrerinnen und Autofahrern zu erfassen.
In Zeiten der Diskussion um hohe Spritpreise beleuchtet die Untersuchung neben aktuellen verkehrspolitischen Themen auch die Präferenzen für verschiedene Antriebsarten sowie die Entscheidungskriterien für den Autokauf.
„Eines der spannendsten Ergebnisse dieses Jahr ist für uns, dass E-Autos in der Akzeptanz steigen“, sagt Markus Häring, Chef der TARGOBANK Autobank. „Das ist ein wichtiges Signal für den Markt. Für Finanzierer kommt es jetzt darauf an, verlässliche Restwerte, transparente Batteriebewertungen und attraktive Leasingmodelle bereitzustellen.“
Verbrenner weiter hoch im Kurs, E-Autos erstmalig auf Platz 2
Die aktuelle Befragung zeigt: Die Beliebtheit von Verbrennern ist weiterhin hoch. Bei einem Autokauf würden mit 29 Prozent immer noch die meisten der Befragten einem Benziner den Vorrang geben (2025: 31 Prozent). Auch die Präferenz für Dieselantriebe bleibt für 14 Prozent der Befragten ungebrochen (2025: 14 Prozent). Zu diesen Ergebnissen passt, dass 74 Prozent das ursprünglich für 2035 geplante komplette Neuzulassungsverbot für Verbrenner ablehnen (2025: 73 Prozent).
Dennoch steigt gleichzeitig die Akzeptanz von Elektroautos: Mit 21 Prozent belegen sie erstmalig Platz 2 auf der Beliebtheitsskala, direkt nach den Benzinern (2025: 17 Prozent). Dementsprechend steigt auch die Bereitschaft, auf einen alternativen Antrieb zu wechseln, im Vergleich zum Vorjahr: 34 Prozent der Befragten, die aktuell einen Diesel oder Benziner fahren, planen beim nächsten Autokauf einen Umstieg (2025: 29 Prozent). 19 Prozent der Befragten können sich vorstellen, einen Hybridantrieb zu wählen (2025: 19 Prozent), wobei die meisten davon einen Plug-in-Hybriden bevorzugen. Den Kauf eines mit Wasserstoff betriebenen Autos kann sich nur 1 Prozent der Befragten vorstellen (2025: 1 Prozent). Die Zahl der Unentschlossenen geht seit zwei Jahren zurück: 15 Prozent sind bezüglich des Antriebs noch unentschlossen (2025: 18 Prozent, 2024: 21 Prozent).
Die wichtigsten Entscheidungsfaktoren für die Wahl der Antriebsart sind wie im Vorjahr die Anschaffungskosten des Autos (31 Prozent) und die Reichweite (30 Prozent), auch Kraftstoffpreise werden wieder wichtiger (15 Prozent, 2025: 13 Prozent). Auf die Frage, wie sie planen, ihr neues Fahrzeug zu bezahlen, nennt gut die Hälfte (53 Prozent) Barmittel (2025: 53 Prozent), gut ein Drittel (36 Prozent) setzt auf Finanzierungen bzw. Leasing (2025: 37 Prozent).
Befragte wünschen sich Investitionen in E-Mobilität
Insgesamt gehen die Bedenken gegenüber E-Autos zurück. Gegen die Anschaffung sprechen für 64 Prozent der hohe Anschaffungspreis (2025: 71 Prozent), für 60 Prozent die Reichweite (2025: 65 Prozent), und für 53 Prozent das als zu wenig ausgebaut empfundene Ladesäulennetz (2025: 61 Prozent) bzw. für 50 Prozent die Ladedauer (2025: 53 Prozent).
Dazu passt, dass sich die Mehrheit der Befragten von der Politik Initiativen zur Verbesserung der Nutzungsmöglichkeiten von E-Autos wünschen: 79 Prozent befürworten einen Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Autos (2025: 81 Prozent) und 77 Prozent Investitionen in die Weiterentwicklung der Batterietechnologie (2025: 79 Prozent). Mit Blick auf weitere alternative Antriebstechnologien sprechen sich 71 Prozent für Investitionen in die (Weiter-)Entwicklung von eFuels aus (2025: 74 Prozent). Die Zustimmung zum immer wieder diskutierten Thema „Tempolimit auf Autobahnen“ bleibt ungebrochen: Wie im Vorjahr spricht sich eine Mehrheit von 57 Prozent dafür aus. Subventionen für die Herstellung von E-Auto-Batterien in Deutschland befürworten unverändert zum Vorjahr 54 Prozent. Ebenfalls unverändert zum Vorjahr befürworten 54 Prozent eine wie auch immer geartete Förderung des E-Auto-Kaufs.
Mehrheit geht davon aus, dass E-Auto Prämie die Kaufpreise erhöht
Die Frage nach der Finanzierung von E-Auto-Förderungen liefert ein gemischtes Bild: 42 Prozent finden, eine steuerlich finanzierte Förderung sollte nur für einkommensschwache Haushalte zum Tragen kommen, 33 Prozent sprechen sich für die Nutzung von Steuergeldern unabhängig vom Einkommen aus. Die Befürworter einer pauschalen Förderung (33 Prozent) wurden noch explizit zur in diesem Jahr von der Bundesregierung beschlossenen E-Auto-Kaufprämie befragt: Gut die Hälfte hält die Höhe der aktuellen Förderung von maximal 6.000 Euro für zu niedrig (53 Prozent). Dennoch sehen 52 Prozent die staatliche Kaufprämie für sich als Anreiz, ein neues Elektroauto zu kaufen.
Die voraussichtliche Wirkung der E-Auto-Prämie wird von der Gesamtheit aller Befragten kritisch bewertet: Die große Mehrheit (71 Prozent) erwartet keine echte Entlastung für Autokäufer und geht davon aus, dass Autopreise aufgrund der Förderung steigen werden.
Mehrheit sieht Zukunft und Innovationen der deutschen Autoindustrie kritisch
Die langfristigen Zukunftsaussichten der deutschen Autobranche sehen 65 Prozent der Befragten kritisch (2025: 68 Prozent). Als Gründe nennen sie die internationale Konkurrenzsituation (60 Prozent), gefolgt von den politischen Rahmenbedingungen (55 Prozent), der wirtschaftlichen Gesamtsituation (54 Prozent) sowie der mangelnden Innovationsfähigkeit der Hersteller ( 37 Prozent).
Mit Blick auf Innovationen sieht eine Mehrheit von 51 Prozent eher Chancen in der zunehmenden Digitalisierung des Autos, etwa durch intelligente Assistenzsysteme und Gefahrenerkennung (2025: 61 Prozent). 44 Prozent sehen hingegen eher die Risiken, etwa durch Datenlecks oder Systemfehler (2025: 34 Prozent). Kritisch sehen die Befragten auch neue Bezahlmodelle, bei denen Fahrzeuge die Soft- oder Hardware bereits werksseitig installiert haben, die Leistung aber nur im Abo oder gegen Einmalzahlung freigeschaltet wird (z.B. die Sitzheizung): 82 Prozent lehnen dies ab (2025: 78 Prozent).
Grüne Mobilität hat sich als Mitarbeiter-Benefit etabliert
Nachhaltigere Mobilität wird laut Befragung als Mitarbeiter-Benefit geschätzt. So finden 80 Prozent der Erwerbstätigen eine kostenlose Ladeinfrastruktur für E-Autos und E-Bikes am Arbeitsplatz attraktiv (2025: 78 Prozent). Das Angebot einer Jobrad-Option stößt bei 66 Prozent auf Interesse (2025: 68 Prozent), für 64 Prozent trifft dies auf die Kostenübernahme für das Deutschland-Ticket als „Jobticket“ zu (2025: 66 Prozent). Bei über der Hälfte der Befragten (52 Prozent) können Arbeitgeber damit punkten, dass sie die private Umstellung auf E-Autos mit einem finanziellen Zuschuss für Ladegeräte fördern (2025: 55 Prozent). 46 Prozent wünschen sich Corporate Carsharing, d.h. die Bereitstellung von Fahrzeugen für die vergünstigte gemeinschaftliche Nutzung durch Mitarbeitende eines Unternehmens, auch im privaten Bereich (2025: 50 Prozent).
Mehr zur TARGOBANK Autostudie finden Sie in der Ergebnis-Präsentation.
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Über die Autostudie und Mobilität bei der TARGOBANK
Im Jahr 2015 ging die TARGOBANK Autobank an den Start, die Einkaufs- und Absatzfinanzierungen für den Kfz-Handel anbietet. Seit dem darauffolgenden Jahr beauftragt die TARGOBANK jährlich das Umfrageinstitut Forsa mit der TARGOBANK Autostudie, um Stimmungen von Autofahrerinnen und Autofahrern abzufragen. Die TARGOBANK Autobank hat zum Ziel, den Wandel zu nachhaltiger Mobilität zu unterstützen und bietet deshalb passgenaue Finanzierungen für jede Antriebsart an. Auch mit Blick auf ihre Mitarbeitenden stehen alternative Mobilitätsangebote im Fokus: Die TARGOBANK ermöglicht ihren Mitarbeitenden den Einbau von Elektroladegeräten auf Kosten des Hauses, sowohl für Dienstwagenberechtigte als auch für das private Auto. Ebenso ist das Leasing von Dienstfahrrädern etabliert, und auch das 49-Euro-Ticket ist zu stark reduziertem Preis für Mitarbeitende erhältlich.
