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Renovierungsarbeiten sind oft eine Wundertüte. Kommt man wie geplant voran – oder gibt es böse Überraschungen? Was, wenn auf einmal ein dicker Brocken zu stemmen ist, an den man vorher nicht gedacht hatte?

Plötzlich waren Pia und Jochen Wöhler Eigentümer eines kleinen Ferienhauses, nur dreißig Kilometer von der Ostsee-Küste entfernt. Durch eine Erbschaft kam das Paar in Besitz des fast fünfzig Jahre alten, schön gelegenen Häuschens im Nordosten.

Allerdings ist in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren nicht mehr viel für den Erhalt des Hauses getan worden. So hatten die Wöhlers ihren Sommerurlaub in diesem Jahr komplett für die Renovierungsarbeiten geplant. „Wir haben uns das vorgenommen, was sich in drei Wochen eben machen lässt“, sagt Pia Wöhler. Dabei strich das Paar alle Außenwände. Zuvor mussten die Holzbretter von abblätternder, alter Farbe befreit und angeschliffen werden. Löcher und Ritze waren zu spachteln. Jede Menge Kleinigkeiten taten sich auf, mal war etwas anzunageln oder festzuschrauben, hier und dort gab es rostige Metallteile zu erneuern. „Die beim Baumarkt haben sich immer schon gefreut, wenn wir zur Tür reinkamen“, sagt Jochen Wöhler mit einem Grinsen.

Für Farben und alle benötigten Arbeitsmaterialien kamen so gut tausend Euro zusammen. „Das passt schon. Dafür hatten wir in diesem Urlaub auch keine Unterkunft zu zahlen. Außerdem macht es Spaß zu sehen, wie aus verblichenen Wänden wieder eine strahlende Fassade wird“, findet Pia Wöhler. Und auch der praktischen, körperlichen Arbeit kann das Paar nach Monaten des Home-Office viel Positives abgewinnen.

Mulmig wurde es den Wöhlers jedoch, als sie Tage nach dem letzten Regen an mehreren Stellen des Hauses Nässe feststellten. „Man konnte es drehen und wenden, wie man wollte: Das Dach war hinüber und musste schnellstens erneuert werden.“ Auch ein Nachbar der Wöhlers hatte vor zwei Jahren bei einem ähnlichen Häuschen das Dach machen lassen, rund 15.000 Euro hat er dafür zahlen müssen. Das war allerdings vor Corona und den explodierenden Holzpreisen. Die Wöhlers haben von zwei ortsansässigen Firmen ein Angebot eingeholt. Eines lag etwas unter, das andere über 25.000 Euro. „Das kriegen wir jetzt auch mit dem Ersparten nicht mehr hin“, war Pia Wöhler klar und wendete sich an ihren Bankberater, um sich nach einem Kredit zu erkundigen.

„Uns war wichtig, dass wir bei der Rückzahlung möglichst flexibel sein können“, sagt Jochen Wöhler. So sind einerseits bei dem Ferienhaus demnächst auch noch Fenster, Fußböden, Küche und Terrassendielen dran. Andererseits soll der Kredit für das Hausdach auch nicht im Wege stehen, wenn die Familie nächstes Jahr wie geplant das Elektroauto bestellen und ihren Urlaub vielleicht auch mal wieder im Süden verbringen will.

„Zum Glück gibt es inzwischen Möglichkeiten, dass man mal eine Pause bei der Rückzahlung machen oder über die Ratenhöhe reden kann“, erzählt Pia Wöhler erleichtert. „Schließlich soll Eigentum die persönliche Freiheit ja erweitern und nicht beschränken“, ergänzt Jochen Wöhler. Beide sind froh, überhaupt so schnell Handwerker gefunden zu haben, die dem Haus ein neues Dach aufsetzen: „Mit dem Pinsel kommen wir schon ganz gut klar, aber da oben müssen einfach die Profis ran!“

 

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An Wohnungen und Häusern nagt der Zahn der Zeit. Ein neuer Fußboden, eine moderne Küche oder ein frisch gefliestes Badezimmer erhöhen die Lebensqualität erheblich.

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Ob Wandisolation oder neue Fenster: Eine bessere Wärmedämmung schützt den Geldbeutel und das Klima – in jedem Fall eine kluge Investition in die Zukunft.

Barrierefrei umbauen

Wenn im Alter die Beweglichkeit nachlässt, muss das keinen Grund für einen Umzug sein. Oft lässt sich die Wohnung mit geeigneten Maßnahmen an die neue Situation anpassen.