Eine Person in einem schwarzen T-Shirt drückt mit einer Hand etwas, das Wasser spritzt in die Luft. Die andere Hand ist auf ihrem Oberschenkel. Im Hintergrund sind verschwommene grüne Bäume zu sehen. Die Person trägt eine Uhr am Handgelenk.
Thema: Nachhaltigkeit | Datum: 29.10.2026
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367.000 Euro für den Gewässerschutz

TARGOBANK Stiftung: Gewinner der Förderrunde

Niedrige Pegelstände, ausgetrocknete Landschaften und Wassersparmaßnahmen. Der Sommer 2026 hat gezeigt: Der Zustand unserer Gewässer ist besorgniserregend. Die TARGOBANK Stiftung fördert neun Gewässerschutz-Projekte mit insgesamt rund 367.000 Euro.

Mit ihrer diesjährigen Förderrunde setzt sich die TARGOBANK Stiftung für den Schutz von Gewässern und marinen Ökosystemen ein. Organisationen, die sich für den Gewässerschutz engagieren, konnten eine entsprechende Förderung beantragen. „Das Thema ist sehr facettenreich und wir haben viele spannende Einreichungen bekommen. Die ausgewählten Projekte bilden die ganze Bandbreite des Themas ab: Von Küstenschutz über Pflege und Erhalt von Flüssen und Bächen bis hin zur Wiedervernässung von Mooren“, sagt Stiftungskoordinatorin Deborah Werheit.

Deutschlandstipendiatin der TARGOBANK Stiftung verstärkt die Jury

Eine Gruppe von zehn Personen steht vor einer großen Wandmalerei mit einem Stadtbild. Sie lächeln und posieren in einem hellen Raum. Im Hintergrund ist ein hoher Turm zu sehen, der in die Skyline einer Stadt integriert ist.
v.l.n.r. Sonja Glock, Alina Sumeneva, Maren Striebel, Theo Peters, Christiane Schütte, Deborah Werheit, Alexandra Jenniges, Insa Redenius und Thorsten Meyer

Ende September tagte die neunköpfige Jury mehrere Stunden in Düsseldorf und diskutierte die Förderanträge. Neben Vertreter*innen aus dem Stiftungs- und CSR-Team der TARGOBANK verstärkten auch Kolleginnen und Kollegen der TARGOBANK und der OLB die Jury. Diese hatten sich mit besonderen Kenntnissen und einem Interesse für das Thema für die Mitwirkung in der Jury beworben. Als externe Expertin war Maren Striebel, Wissenschaftlerin an der Universität Oldenburg, mit dabei. Außerdem unterstützte mit Alina Surmeneva erstmalig eine Deutschlandstipendiatin der TARGOBANK Stiftung die Juryarbeit.

Alina studiert Wasserwissenschaften an der Universität Duisburg Essen: „Es war mir eine große Ehre, als Jurymitglied bei der Auswahl der Projekte mitzuwirken“, erzählt sie. „Durch mein Studium konnte ich mein Fachwissen einbringen und die Anträge aus einem anderen Blickwinkel beurteilen. Besonders spannend fand ich die Vielfalt der Projekte. Diese Förderrunde zeigt, dass Gewässerschutz nicht nur ein lineares Problem ist, sondern mit vielen anderen Gebieten zusammenhängt. Wir vergessen schnell, dass Wasser jeden einzelnen Lebensbereich von uns beeinflusst.“

Dies sind die neun Projekte, die von der TARGOBANK Stiftung mit einer Gesamtsumme von rund 367.000 Euro gefördert werden (in alphabetischer Reihenfolge):

Das Bergwaldprojekt renaturiert ein entwässertes Quellmoor und verbessert so den natürlichen Wasserrückhalt, die Biodiversität sowie die Klimaresilienz der Region.

Mit der Anlage naturnaher Kleingewässer, der Entwicklung neuer Auenwälder und durch Pflegemaßnahmen, die von Kindern und Jugendlichen unterstützt werden, stärkt das Projekt den natürlichen Wasserhaushalt der Elbe und schafft Lebensräume für bedrohte Arten.

Die Wasserwacht des DRK entwickelt ein praxisorientiertes Bildungsprogramm zum Schutz deutscher Binnengewässer und qualifiziert Ehrenamtler*innen und Jugendgruppen zu wiederkehrenden Schutzroutinen.

Moorfrog aLIFE geht mit Maßnahmen, wie u.a. Entschlammung von Gewässern oder Anlage von Kleingewässern, gegen das Aussterben von Moorfröschen vor.

Primaklima schützt im Süden Rügens die Biodiversität und Schutzfunktion eines besonderen Küstenökosystems aus Ostsee, Dünenlandschaft und Küstenwald.

Das Projekt verbessert den natürlichen Wasserrückhalt im Einzugsgebiet der Swist und leistet auf diese Weise auch einen Beitrag zur Hochwasserprävention.

Mit der Renaturierung des Stover Mühlenbachs im UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee schafft die Stiftung einen wichtigen Wanderkorridor für Fische zwischen Schutzgebieten und bis zur Ostsee. So entstehen neue Lebens- und Laichräume für zahlreiche Fischarten.

WWF Deutschland entfernt mit dem Projekt eine Barriere im Wielenbach, einem 15 Kilometer langen Zufluss des bayerischen Lechs. Dies verbessert die Gewässerstruktur und ermöglicht die Rückkehr typischer Fischarten in den Lech-Zufluss.

Das Projekt setzt sich für die Wiedervernässung ausgetrockneter Feuchtgebiete auf dem Gebiet des Klosters Benediktbeuern ein und legt Amphibiengewässer an, um Biodiversität und Klimaschutz zu stärken sowie Umweltbildung vor Ort wieder zu ermöglichen.

Bildquellen: Titelbild: Bergwaldprojekt e.V.
Redaktion: Melanie Herber und Gundula Strupkus

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