
Zurück in den Norden – in neuer Verantwortung
Marcel Brünnen leitet zukünftig das Bankhaus Neelmeyer
Als neuer Head of Bankhaus Neelmeyer hat Marcel Brünnen viel vor. Im Interview erzählt er, was ihn an der neuen Aufgabe reizt und was seine Pläne für das Private Banking und Wealth Management im Unternehmen sind.
Marcel Brünnen freut sich sehr auf seine neue Aufgabe. Zum 1. September übernimmt er die Leitung des Bankhauses Neelmeyer (BHN). Von Dezember 2022 bis Januar 2026 hatte er den Bereich Central and Digital Sales bei der OLB geleitet, ehe er als Strategischer Programm Manager Integration Retail & Private Banking zur TARGOBANK nach Düsseldorf gerufen wurde. Nun kehrt der 49-Jährige, der gebürtig vom Niederrhein stammt, in den Norden und unter das Dach der OLB zurück: „Mir als Niederrheiner gefällt der Norden sehr. Ich genieße es jedes Mal hierher zu fahren. Das fühlt sich für mich an, wie nach Hause zu kommen.“
Nicht nur aus geografischen Gründen musste Marcel kaum überlegen, ob er die Nachfolge von Dr. Marc Jochims antreten wolle, der die Leitung des Bankhauses vor kurzem niedergelegt hat. Ihn reizt die Aufgabe und der Zeitpunkt ist spannend. „BHN feiert 2027 das 120-jährige Bestehen und ich sehe für diese wertvolle Marke jetzt große Chancen.“ Er kann die Lage gut einschätzen dank seiner in mehr als zwei Jahrzehnten aufgebauten Expertise im Private Banking und Wealth Management. Unter anderem verantwortete er für die Deutsche Bank den bedeutenden Standort an der Königsallee in Düsseldorf. Zahlreiche namhafte Anbieter gebe es in Deutschland, die alle wie BHN um vermögende Kundinnen und Kunden buhlen. „Zusammen mit der TARGOBANK und der Crédit Mutuel Alliance Fédérale im Rücken haben wir beste Möglichkeiten, das Geschäft auszubauen“, sagt Marcel. Das Bankhaus Neelmeyer steht längst auch über den Nordwesten Deutschlands hinaus für ausgewiesene Kompetenz im gehobenen Privatkundengeschäft – in Kombination mit der großen Kundenbasis und dem Netzwerk der TARGOBANK bieten sich Chancen für Wachstum.
„Ich will mehr!“
Mut, Optimismus und langer Atem gehören bisweilen dazu. Damit kennt er sich aus als begeisterter Ausdauersportler mit Vorliebe für den Triathlon, vor allem einen der weltgrößten in Hamburg. „Ich finde Wettkampf super, sowohl sportlich als auch beruflich.“ Erst recht, wenn die Ergebnisse Grund zur Freude bieten. Was seine primären Ziele mit BHN sind, lässt sich mit einem Wort umschreiben: mehr. Das ist Marcels Plan für die kommenden Monate: „Ich möchte mehr Werbung für BHN machen, mehr Sichtbarkeit und öffentliche Wahrnehmung erreichen, mehr Veranstaltungen, mehr Kundentermine, mehr Akquise.“ Und das Ganze gerne mit Tempo. „Ich bin für das schnelle Umsetzen. Nicht erst lange analysieren, planen, Infos sammeln – los, und auf die Kundinnen und Kunden zugehen.“ Marcels Herangehensweise, sportlich und beruflich, ist dynamisch.
Was er nicht mag? Die pure Vorgabe von Zahlen und ein zementierter Weg, wie diese zu erreichen sein sollen. Das mag in anderen Häusern Usus sein. „Ich lege Wert darauf, in gewissem Rahmen flexibel zu bleiben und im Team fair, ehrlich und offen auf Augenhöhe zu kommunizieren. Ich will wissen, was das Team denkt, die sprichwörtlichen alten Hasen ebenso wie die jungen Wilden. Und wer voll mitzieht, darf auch voll mitreden“, beschreibt Marcel seinen Führungsstil. Spaß an der Arbeit haben und erfolgreich sein, das ist die gewünschte Kombination. „Das beste Zeichen ist, wenn man sich Sonntagabend richtig auf Montag freut.“
Fokus auf den Heimatmarkt in Kombination mit bundesweitem Wachstum
Die hohe Markenbekanntheit und Marktabdeckung im nordwestdeutschen Großraum Bremen-Oldenburg-Osnabrück ist ein Trumpf für BHN, den Marcel mit seinem Team weiter ausspielen will. Inklusive Investitionen in den Marktauftritt. „Ohne Fokus auf unseren Heimatmarkt gewinnen wir nichts. Das macht uns stark. Aber: Nur mit dem Heimatmarkt kommen wir nicht voran. Wir brauchen bundesweites Wachstum“, sagt er. Über die bestehenden überregionalen Standorte Hamburg und Düsseldorf hinaus stehen mögliche weitere wie Frankfurt oder München auf dem Plan. Die Suche nach geeigneten Mitarbeitenden läuft bereits.
Dass er in den vergangenen Monaten für die TARGOBANK an der Strategie der Zukunft mitgewirkt hat, wertet Marcel als Bereicherung und großen Vorteil. Er hat ein engagiertes Miteinander erlebt, viele Kolleginnen und Kollegen kennengelernt, Kontakte geknüpft und Einblicke gewonnen. „Ich habe dadurch auch ein Gefühl für die Vorgehensweisen und Entscheidungsfindungen entwickelt. Mit anderen Worten: Ich glaube ganz gut einschätzen zu können, wie die TARGOBANK tickt“, sagt Marcel, „das wird für die künftige Zusammenarbeit mit Sicherheit hilfreich sein.“
Er ist davon überzeugt, dass es auch bei der TARGOBANK etliche Kundinnen und Kunden gibt, die auf Grundlage ihres Vermögens potenzielle Klientel für BHN wären. „Eine Idee: Lasst uns da zusammen, TARGOBANK und BHN, hingehen und ihnen unsere Angebote zur Auswahl präsentieren.“ So könnte eine relativ naheliegende Möglichkeit aussehen, Wachstum für BHN zu generieren. Und auch ohne schwesterliche Hilfe soll BHN Neukunden hinzugewinnen sowie Depotvolumen erweitern. Mit seinem Team wird Marcel entwickeln, wie das zu erreichen ist. Eigene Ideen hat er ohnehin. Die sprudeln nur so. Vor allem dann, wenn er sich wie zu Hause fühlt.


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