Ein Paar sitzt zusammen auf einem Sofa. Die Frau hält einen rosa Becher in der Hand und trägt ein gestreiftes Oberteil. Der Mann sitzt neben ihr, trägt ein braunes, geripptes Oberteil und hat graue Haare. Im Hintergrund sind Pflanzen und Möbel sichtbar.
Thema: Finanztipps | Datum: 26.06.2026
 | 5 Minuten Lesezeit

Zähler für Views, Likes und Kommentare dieses Artikels

Anzahl der Views

Finanzen mit 50+

Was ändert sich in dieser neuen Lebensphase?

Mit dem Lebensalter wandeln sich auch die Bedürfnisse und Prioritäten. Für viele beginnt mit 50 ein neuer Lebensabschnitt: Die Kinder sind selbständig geworden oder sogar schon ausgezogen, die Karriere hat sich gefestigt. Bis zum Ruhestand sind es zwar oft noch einige Jahre, doch er rückt immer näher. Ein guter Zeitpunkt also, um seine Finanzen auf den Prüfstand zu stellen.

In der Regel ist man mit 50 beruflich und finanziell gefestigt. Größere Investitionen stehen nur noch selten ins Haus und bestehende Kredite sind häufig bereits ganz oder zumindest weitgehend zurückgezahlt. Über viele Jahre hinweg hat man Vermögen aufgebaut und einen Lebensstandard erreicht, den man auch im Ruhestand beibehalten möchte. Die sogenannte Sandwich-Generation trägt jedoch nicht nur die Verantwortung für sich selbst, sondern muss oft auch ihre Kinder und ihre Eltern unterstützen. Das wirkt sich auch auf die finanzielle Planung aus.

Welche Fragen tauchen jetzt auf?

Während Angestellte sich sorgen, ob ihre Rente ausreicht, denken Beamte an ihre Pensionsansprüche und Selbständige an ihre private Vorsorge. Viele überlegen, ob sie bis zur Regelaltersgrenze arbeiten möchten oder sich früher in den Ruhestand verabschieden wollen. Dabei geht es auch darum, wie viel Geld sie dafür benötigen und wie sich eventuelle Versorgungslücken schließen lassen. In dieser Lebensphase stehen Sicherheit und Planbarkeit im Vordergrund. Ein Blick auf die gesetzliche Renteninformation sowie auf bestehende Ansprüche aus betrieblicher und privater Altersvorsorge lohnt sich daher. Ab dem 55. Lebensjahr erhalten Versicherte automatisch alle drei Jahre eine ausführliche Rentenauskunft, die hierfür eine wichtige Grundlage bietet. So lässt sich frühzeitig erkennen, ob zusätzlicher Handlungsbedarf besteht.

Was bedeutet das für die Geldanlage?

Vermögensaufbau bleibt ein relevantes Thema. Gleichzeitig gewinnt die Verfügbarkeit des Kapitals an Bedeutung. Als junger Mensch kann man darauf vertrauen, dass sich Schwankungen an der Börse wieder ausgleichen, bis man auf das Geld zugreifen möchte. Mit zunehmendem Alter geht man lieber auf Nummer sicher. Schließlich möchte man im Ruhestand sein Einkommen aus den Anlagen beziehen und nicht auf eine Erholung des Marktes warten. Nun gilt es, die eigene Anlagestrategie an die veränderte Lebenssituation anzupassen.

Wie viel Risiko ist bei der Geldanlage ab 50 sinnvoll?

Lange Zeit wurde die Regel „100 minus Lebensalter“ empfohlen. Das bedeutet, dass beispielsweise 60-Jährige im eigenen Portfolio höchstens einen risikoreichen Anteil von 40 % haben sollten. Diese Faustformel gilt inzwischen als überholt, weil sie von höheren Anleihezinsen und einer geringeren Lebenserwartung ausging. Wenn überhaupt, werden heute eher die Formeln „110 minus Lebensalter“ oder „120 minus Lebensalter“ herangezogen. Aber auch sie sollten nur als grobe Orientierung dienen, da sie zu pauschal sind. Viel wichtiger als das Alter sind der Anlagehorizont und die individuelle Situation.

Welche Anlageformen sind für 50+ interessant?

Es eignet sich vor allem für die Liquiditätsreserve. Sie können über das Geld jederzeit verfügen und es für unerwartete Ausgaben verwenden. Viele Anlegerinnen und Anleger nutzen es daher als finanzielles Polster für Reparaturen oder größere Anschaffungen. Wer flexibel auf sein Geld zugreifen möchte, findet bei der TARGOBANK passende Tagesgeldangebote.

Wenn Sie in den nächsten Jahren einen bestimmten Betrag voraussichtlich nicht benötigen, können Sie beim Festgeld von planbaren Zinsen profitieren. Die Laufzeit wird vorab festgelegt, wodurch Zinsschwankungen keine Rolle spielen. Durch die Verteilung auf mehrere Laufzeiten haben Sie dennoch regelmäßig Kapital zur Verfügung und können es bei Bedarf erneut anlegen. Die TARGOBANK bietet Festgeldprodukte mit unterschiedlichen Konditionen an.

Auch mit 50 bleibt ein Wertpapierdepot ein wichtiger Pfeiler des Vermögensaufbaus. Schließlich sind es bis zum Ruhestand oft noch 15 Jahre oder mehr. Zugleich kann es Ihre Ersparnisse langfristig vor der Inflation schützen. Welche Bestandteile sich für ein Depot eignen, hängt von Ihren persönlichen Zielen und Ihrer individuellen Risikobereitschaft ab.

Zu den beliebtesten Anlageformen für Menschen 50+ zählen:

  • Aktienfonds und Aktien-ETFs

Sie streuen Ihr Geld breit über viele Unternehmen oder Märkte und reduzieren so das Risiko einzelner Anlagen.

  • Rentenfonds

Sie bündeln Anleihen von Staaten und Unternehmen. Im Vergleich zu Aktienfonds unterliegen sie meist geringeren Wertschwankungen und können das Depot stabilisieren.

  • Mischfonds

Sie investieren gleichzeitig in verschiedene Anlageklassen und profitieren von einem ausgewogenen Verhältnis von Renditechancen und Sicherheit.

Mit einer privaten Rentenversicherung wie der Privat-Rente der TARGOBANK schaffen Sie sich eine zusätzliche Einkommensquelle für den Ruhestand. Sie eignet sich besonders, wenn Sie Wert auf planbare Zahlungen legen und Ihre Altersvorsorge breiter aufstellen möchten.

Welche Anlagen sollten kritisch geprüft werden?

Je näher der Ruhestand rückt, desto wichtiger werden Risikostreuung und Planbarkeit. Stark spekulative Einzelinvestments oder sehr langfristig gebundene Anlagen passen daher weniger gut zu den Zielen vieler Anlegerinnen und Anleger ab 50.

Checkliste Finanzen 50+

Mit dieser Checkliste können Sie Ihre finanzielle Situation auf den Prüfstand stellen:

  1. Kennen Sie Ihre voraussichtlichen Rentenansprüche?
  2. Haben Sie mögliche Versorgungslücken berechnet?
  3. Wissen Sie, wie viel Geld Sie im Ruhestand benötigen werden?
  4. Verfügen Sie über ausreichende finanzielle Rücklagen?
  5. Passt Ihre Geldanlage noch zu Ihren Zielen?
  6. Ist Ihr Vermögen ausreichend gestreut?
  7. Sind die Risiken in Ihrem Depot angemessen?
  8. Haben Sie größere Ausgaben eingeplant?
  9. Sind Ihre Vorsorgelösungen noch zeitgemäß?
  10. Überprüfen Sie Ihre Finanzplanung regelmäßig?

Wenn Sie sich rechtzeitig mit Ihren Finanzen beschäftigen, können Sie dem Ruhestand gelassener entgegensehen. Wichtig ist jedoch, Ihre Strategie nicht als abgeschlossen zu betrachten. Denn Lebensumstände, Ziele und finanzielle Rahmenbedingungen verändern sich im Laufe der Zeit. Eine regelmäßige Überprüfung hilft dabei, rechtzeitig auf diese Veränderungen zu reagieren.

 

Keine Anlageempfehlung, keine Beratung: Diese Werbemitteilung dient ausschließlich Informationszwecken und stellt weder eine individuelle Anlageempfehlung noch ein Angebot zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten dar. Eine Empfehlung oder ein Kaufangebot auf Basis Ihrer individuellen Situation ist nur im persönlichen Gespräch mit Ihrem Berater möglich.

Anlagen in Wertpapieren sind auch mit Risiken, wie zum Beispiel Kursschwankungen oder Wechselkursrisiken, verbunden. Schwankungen des Marktes können zum teilweisen beziehungsweise vollständigen Verlust des investierten Kapitals führen. Wertpapiere unterliegen nicht der Einlagensicherung. Investmentfonds dürfen nicht von US-Personen erworben werden.

Bildquellen: InsideCreativeHouse - Adobe Stock
Redaktion: voilà-Redaktion

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um diesen Artikel zu kommentieren

Ähnliche Artikel