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Coronavirus: Informationen für Privatkunden

Der Bankenverband beantwortet wichtige Fragen für Bankkunden.

 

Fragen und Antworten

  1. 1. Sind Gesichtsmasken auch in Banken Pflicht?

    Ob ein Mundschutz in der Bankfililale getragen werden muss, wird in jedem Bundesland anders gehandhabt. In allen Bundesländern gilt grundsätzlich die Maskenpflicht mittlerweile. Nordrhein-Westfalen ist das einzige Bundesland, in dem die Maskenpflicht in den Banken nur dann gilt, wenn Kontakt zwischen Mitarbeitern und Kunden oder ihnen vergleichbaren Personen ohne Einhaltung des Mindestabstands besteht. Ausnahmen von der Pflicht, einen Mundschutz in der Bank zu tragen, gibt es in der Regel nur für Kinder – oder wenn Kunden von ihrem Arzt davon befreit sind und das ausweisen können. In einigen Ländern müssen außerdem die Mitarbeiter nicht zwingend in der Bank einen Mundschutz tragen. Eine Übersicht der verschiedenen Regelungen zur Maskenpflicht in Banken gibt es hier.

    Bei der TARGOBANK beraten wir Kunden und Kundinnen, die keine Maske tragen können oder wollen, nur noch telefonisch. Der Zutritt in den SB-Bereich ohne Maske ist mit Attest zulässig.

  2. 2. Wie können Bankgeschäfte erledigt werden, wenn jetzt einzelne Bankfilialen schließen?

    Jede Bank entscheidet in der aktuellen Lage individuell, ob einzelne Filialen für den Kundenverkehr geschlossen werden. Bankmitarbeiter sind dann für ihre Kunden – auch im Fall einer Arbeit vom Homeoffice aus – per Online Banking, Telefon oder teilweise auch Videoberatung erreichbar. Bankgeschäfte und Kundenaufträge können digital und telefonisch erledigt werden.

    Die Filialen der TARGOBANK sind weiterhin für Kunden geöffnet.

  3. 3. Besteht die Gefahr, dass es bald zu Engpässen in der Bargeldversorgung kommen kann?

    Nein, diese Gefahr besteht nicht. Der Bundesbankvorstand Johannes Beermann hat erklärt, dass genug Bargeld in Deutschland vorhanden ist: „Wir haben mehr Geld gedruckt, als wir brauchen, daher sind unsere Tresore gut gefüllt.“ In Deutschland gibt es für die Bargeldversorgung rund 60.000 Geldautomaten. Dazu kommen die Kassen mit Mitarbeitern in Bankfilialen und rund 20.000 Auszahlungsmöglichkeiten an Kassenterminals im Handel sowie an Shell-Tankstellen. Es gibt also eine sehr gute Infrastruktur für die Bargeldversorgung.

    Die Ausbreitung des Coronavirus hat gravierende Auswirkungen auf das Wirtschaftsgeschehen in Deutschland. Von dem weiteren Verlauf  hängt es ab, wie stark letztlich auch Banken und ihre Dienstleister im Bereich der Bargeldlogistik erfasst werden und ob Arbeitsabläufe im gewohnten Umfang sichergestellt bleiben. Im Rahmen ihres vorbereitenden Managements für den Notfall haben sich die Banken mit ihren Dienstleistern bereits entsprechend vorbereitet.

  4. 4. Wie groß ist die Gefahr einer Übertragung von Viren durch Geldscheine?

    Die Deutsche Bundesbank hat darauf hingewiesen, dass die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus über Bargeld äußerst gering ist. Aktuelle Informationen rund um den Virus und die Ansteckungswege gibt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Wir empfehlen den Kunden, im Umgang mit Bargeld, aber auch an SB-Terminals, Touch-Pads, Kassenterminals etc. die empfohlenen Hygiene-Maßnahmen zu beachten. Insbesondere kontaktlose Bezahlverfahren haben einen hygienischen Vorteil: der Verbraucher muss bei der kontaktlosen Zahlung lediglich seine Karte oder sein Mobiltelefon nah an das Akzeptanzterminal des Händlers heranführen, um eine Zahlung auszulösen. Bei Kleinbetragszahlungen – in der Regel bis 50 Euro – kann zudem die Notwendigkeit der PIN-Eingabe an der Tastatur des Terminals entfallen.

  5. 5. Gibt es spezielle Maßnahmen der Banken zum Schutz vor Ansteckung durch die Nutzung von Geldautomaten, Kontoauszugsdruckern und anderen Selbstbedienungsterminals?

    Wir empfehlen den Kunden, im Umgang mit Bargeld, aber auch an SB-Terminals, Touch-Pads, Kassenterminals etc. die allgemeinen Hygiene-Maßnahmen zu beachten. Aktuelle Informationen rund um die Ansteckungsgefahren und Schutzmaßnahmen gibt es unter anderem von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

  6. 6. Wie sieht es mit alternativen Bezahlmöglichkeiten aus, insbesondere für den Einkauf des täglichen Bedarfs und von Dienstleistungen?

    Deutsche Verbraucher haben bisher im stationären Handel etwa zur Hälfte mit Bargeld und zur Hälfte bargeldlos bezahlt (gemessen am Umsatz) – vor allem mit Karte, aber auch schon mit dem Smartphone. In den letzten Jahren hat dabei das kontaktlose bargeldlose Bezahlen stark zugenommen. Ende letzten Jahres wurden zum Beispiel etwa 35 Prozent aller girocard-Transaktionen kontaktlos abgewickelt. Dieser Anteil hat sich aktuell auf geschätzt rund 50 Prozent erhöht.

    Kontaktlose Bezahlverfahren haben einen hygienischen Vorteil: der Verbraucher muss bei der kontaktlosen Zahlung lediglich seine Karte oder sein Mobiltelefon nah an das Akzeptanzterminal des Händlers heranführen, um eine Zahlung auszulösen. Bei kontaktlos getätigten Kleinbetragszahlungen kann zudem – in der Regel bis 50 Euro – die PIN-Eingabe an der Tastatur des Terminals oder die Unterzeichnung des Kartenbelegs entfallen.

  7. 7. Besteht die Gefahr, dass der Handel und die Abwicklung von Wertpapiergeschäften beeinträchtigt wird?

    Auch diese Gefahr sehen wir derzeit nicht. Deutsche Kreditinstitute sind verpflichtet, für Krisensituationen Notfallkonzepte aufzustellen. Diese Notfallkonzepte sollen gewährleisten, dass Bankaktivitäten – u.a. Handel und Abwicklung von Wertpapiergeschäften – nicht beeinträchtigt werden. In einem Notfall stehen zeitnah Ersatzlösungen zur Verfügung, damit die Rückkehr zum Normalbetrieb möglich ist. Die Durchführung der Notfallkonzepte ist bei den Banken momentan in vollem Gange und wird eng mit den Aufsichtsbehörden abgestimmt.

  8. 8. Gefährdet die Corona-Krise meine Spareinlagen auf dem Tagesgeld-, Festgeld- oder Girokonto?

    Es besteht hier kein Grund zur Sorge. Pro Einleger und Bank sind Einlagen bis 100.000 Euro in Deutschland durch die gesetzliche Einlagensicherung gesichert. Darüber hinaus gehören viele Banken den freiwilligen Einlagensicherungssysteme von Banken und Sparkassen an, wodurch Einlagen noch einmal zusätzlich geschützt sind. Alle Informationen rund um die Einlagensicherung gibt es hier.

  9. 9. Was müssen Kunden jetzt bei Geldanlagen an der Börse beachten?

    Zu allererst: Ruhe bewahren. Panik ist kein guter Ratgeber. Gerade bei Aktien- oder Fondsanlagen braucht man einen langen Atem und auch gute Nerven, um Börsentiefs aushalten zu können. In der Vergangenheit haben sich die Kurse auch nach Börsentiefs wieder erholt. Natürlich ist dies keine Gewähr für die Zukunft. Aber überstürztes Handeln ist nicht zu empfehlen.

  10. 10. Wie kann ich mich vor Cyber-Betrügern schützen?

    Gerade in einer Ausnahmesituation ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und aufmerksam zu bleiben: Internetkriminelle haben die aktuelle Nachrichtenflut im Zusammenhang mit dem Coronavirus schnell genutzt, um Phishing Mails oder und auch Mails mit versteckter Schadsoftware in Anhängen zu verschicken. Sie behaupten etwa, dass Kunden ihre Kontaktdaten aktualisieren müssten, um weiterhin die Kommunikation mit der Bank zu ermöglichen. Es gelten auch hier die wichtigen Sicherheitsregeln: Niemals auf Links oder Anhänge von unbekannten Absendern klicken. Computer und Smartphone sichern. Keine persönlichen Daten (PINs, Passwörter) – auch nicht verschlüsselt – auf dem PC, Tablet oder Smartphone speichern. Die TARGOBANK wird Sie außerdem niemals dazu auffordern, persönliche Informationen wie PINs oder TANs per E-Mail an die Bank zu senden. Achtung bei Anrufen vermeintlicher Bankmitarbeiter: Banken werden ihre Kunden nicht telefonisch kontaktieren, um eine Sicherheitsaktualisierung oder Transaktion durchzuführen. Im Zweifel auflegen und selbst bei der Bank anrufen.

    Auch vor Betrügern am Telefon sollten Sie sich schützen. Mehr dazu lesen Sie in Blogbeitrag des Bankenverbands: Vorsicht vor der Corona-Masche: Betrüger wollen Sie per Telefon um Ihr Geld bringen

  11. 11. Welche Möglichkeiten gibt es, wenn ich aufgrund von Corona bedingten Einkommensausfällen meine Kreditrate nicht zahlen kann?

    Viele Verbraucher spüren die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie bei der Zahlung von Darlehensraten. Wer Probleme hat, seine Darlehensraten fristgerecht zu zahlen, sollte sich direkt an seine Bank wenden, um ggf. individuelle Vereinbarungen zur Aussetzung oder zur Stundung von Darlehensraten zu treffen.